Internetanbieter in Belgien vergleichen
Wer nach Belgien zieht, braucht als Erstes einen Internetanschluss – und steht dann vor einem Markt, der sich je nach Region unterscheidet. Welcher Anbieter an Ihrer Adresse verfügbar ist, hängt davon ab, in welchem Landesteil Sie wohnen und welches Netz dort liegt. Diese Seite erklärt, welche Internetanbieter es in Belgien gibt, worauf Sie beim Vergleich achten sollten und was für Ostbelgien gilt.
Die Internetanbieter in Belgien
In Belgien gibt es einen landesweiten Anbieter und mehrere regionale Netze. Grob gilt: das Kabelnetz in Flandern gehört Telenet, das Kabelnetz in Wallonien und Brüssel gehört VOO, und Proximus ist als früherer Staatsbetrieb landesweit über DSL und Glasfaser vertreten. Scarlet ist die günstigere Marke von Proximus und nutzt dasselbe Netz.
Wichtig: welche Geschwindigkeit und welcher Tarif an Ihrer Adresse möglich sind, sagt Ihnen nur die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters. Geben Sie dort Ihre Straße und Hausnummer ein, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Preise und Tarife ändern sich regelmäßig, deshalb nennen wir hier keine Beträge – schauen Sie beim Anbieter selbst nach.
Internet in Ostbelgien: Eupen, Sankt Vith und Umgebung
Die Deutschsprachige Gemeinschaft liegt in der Provinz Lüttich und damit in Wallonien. Für die neun Gemeinden Amel, Büllingen, Bütgenbach, Burg-Reuland, Eupen, Kelmis, Lontzen, Raeren und Sankt Vith bedeutet das in der Regel: das Kabelnetz kommt von VOO, und Proximus ist über DSL beziehungsweise Glasfaser da. Telenet ist hier nicht der Kabelanbieter – das ist Flandern.
Wenn Sie nach einer Internet-Flatrate oder einem Festnetzanbieter in Eupen oder Sankt Vith suchen, kommen Sie also praktisch immer bei diesen beiden heraus, oft im Bündel mit Festnetztelefonie und Fernsehen. In den dünner besiedelten Gemeinden der Eifel kann die verfügbare Geschwindigkeit deutlich unter der in Eupen liegen. Auch das sagt Ihnen nur die Adressprüfung.
Ein praktischer Hinweis für Ostbelgien: die Kundenbetreuung der großen Anbieter läuft auf Niederländisch und Französisch, teilweise auf Englisch. Eine vollständig deutschsprachige Betreuung ist nicht selbstverständlich, auch wenn Deutsch in Belgien Amtssprache ist. Fragen Sie danach, bevor Sie sich binden.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Verfügbarkeit vor Preis. Der günstigste Tarif hilft nichts, wenn das Netz an Ihrer Adresse nicht liegt.
- Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Prüfen Sie, wie lange Sie gebunden sind und was bei einem Umzug innerhalb Belgiens passiert.
- Bündel oder einzeln. Internet, Festnetz, Fernsehen und Mobilfunk werden meist als Paket verkauft. Rechnen Sie nach, ob Sie die Bestandteile wirklich brauchen.
- Installation. Fragen Sie, ob ein Techniker kommen muss und wie lange die Anschlussfrist ist. Für Neuankömmlinge ist das oft der Engpass.
- Datenobergrenze. Nicht jeder Tarif ist wirklich unbegrenzt. Achten Sie auf das, was nach dem Erreichen des Volumens passiert.
Die Websites der Anbieter sind nicht auf Deutsch
Tipp: die Seiten der belgischen Anbieter sind auf Niederländisch, Französisch und oft auch Englisch verfügbar, aber selten auf Deutsch. Klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo auf die Seite (funktioniert in Google Chrome). Im Menü erscheint dann “Diese Seite übersetzen” – damit lesen Sie die Bedingungen in Ihrer Sprache und vergleichen deutlich sicherer.
Eine englische Fassung dieser Übersicht mit allen Anbietern finden Sie unter internet providers in Belgium. Für Mobilfunk gibt es eine eigene Seite: Mobilfunkanbieter in Belgien.